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"sparks", 2017, 162 x 130 cm, c-print on paper, at VASISTAS, Dresden








                           
from the series "sparks", 2017, each 30 x 24 cm, watercolours on paper







                             

                                      
from the series "alternative facts", 2017, each 40 x 30 cm, watercolours on paper









"Dann ging er", 2016
, 510 x 870 cm, printed banner, PVC, at Kunsthaus Dahlem, Berlin








"Call Again", 2016
, 366 x 125 cm, printed banner, PVC, at Galerie Gebr. Lehmnann, Dresden








"call", "agai", "nwhe", "nyou", "ares", "omew", "here", 2016
, 21 x 29,7 cm, watercolours on paper








"callcall", "agaiagai", "nwhenwhe", "nyounyou", "aresares", "omewomew", "herehere", 2016
, 21 x 29,7 cm, watercolours on paper







                 
"Die Arbeit", 2016, 100 x 70 cm, c-print on paper, edition of 12; "Die Arbeit" - 2016, Poster, 84 x 59,5 cm, edition: unlimited







                 
"you are", 2015, 16 x 73,5  cm, walldrawing, pencil







        
"Das Wort der Woche / The Word of the Week", Flag (WEEK 33/2015), 100 x 180 cm, Accelerator Building, 6th floor, Markgrafenstr. 14,  Berlin
_ wortderwoche.danielrode.de








"Abstrich", 2015
, 300 x 200 cm, doormat/carpet used, at Eigen + Art LAB, Berlin





         
"Haltet Venedig sauber", 2015
, 95 x 65 cm, poster, edition of 12





         

                   

                            
"MITTLEUFFER" (german: Mitläufer = english: fellow traveler) , 2015
, 28 x 38 cm, series of 8 drawings, pencil on transparent paper/paper





         
"VORNE" (front/ahead/in front/in the front), 2015, banner 650 x 1150 cm, German Protestant Church Cairo; with generous support of the German Embassy Cairo




         
"I Love Fast Cars", 2014, banner 800 x 250 cm, for ALWAN338 // Foundations, Al Riwaq Art Space, Manama, Bahrain




                                                 

                                                 
"Something Personal", 2013, 12 drawings, coloured pencil on paper, 40 x 25 cm: bubble blue, woody brown, sunny yellow, apple green, dark black, lovely pink, green golf, aubergine, blush, red kiss, marina blue, fruity orange; photos: Günther Fotodesign Leipzig




                                                 

                                                 
"Something Personal", 2014, 12 drawings, pencil on paper, 21 x 14 cm: B, HB, H, 2H, 3H, 4H, 5H, 6H, 7H, 8H, 9H, 10H; photos: Günther Fotodesign Leipzig




         
"Tower", 2014, light-installation, facade Theater im Pfalzbau, Ludwigshafen, Germany, fluorescent tubes, aluminum frame, 830 x 290 cm




         
"Hummingbird, displaced", 2013, neon, controller for flapping wings, 80 x 120 x 8 cm




                   
"Die Maria und der Hans", 2012, PVC banner, 16 x 16 m, Goethe-Institut Athens
text (half Greek, half German): Maria loves Hans and Karin loves Jorgos... ...I guess
According to different sources, Hans and Karin were among the most popular given names in Germany in 1952. The same is assumed to apply to the
typical Greek given names Maria and Jorgos. 1952 is the year the Goethe-Institut Athens was founded. The 60th jubilee in 2012 was the occasion for this installation.





"please use me", 2013, neon, 50 x 370 x 8 cm




         
"For Your Own Safety", 2013, lightboxes, each 50 x 10 cm, poster (stencil)





"Keep Venice Clean", 2011, printed doormat (used at Volta 7, Basel), 180 x 130 cm




         
"The Beauty Of The Naked", 2013, PVC banner, 450 x 960 cm, at Townhouse Gallery Cairo




         

         
"untitled", 4 drawings from the Billboard Series, 2010, pencil on transparent paper, 65 x 95 cm;
photos: Günther Fotodesign Leipzig




                   
"untitled", 3 drawings from the Billboard Series, 2010, pencil on transparent paper, 45 x 65 cm; photos: Günther Fotodesign Leipzig




         
"Work Is Our Only Solution 2", 2012, fluorescent tubes, aluminum frame, 250 x 170 x 50 cm, at Delikatessenhaus Leipzig




         
"Work Is Our Only Solution", 2011, fluorescent tubes, aluminum frame, 200 x 360 x 80 cm, at Metro Gallery Berlin





"Work Is Our Only Solution 3", 2012, fluorescent tubes, aluminum frame, 100 x 120 x 6 cm; photo: Björn Siebert




                             

                             
"untitled (tower series)", 2010, watercolours, pencil on paper, 28,5 x 20,5 cm; photos: Günther Fotodesign Leipzig





"Cairo Marriott", 2012, acrylic glass, LEDs, 64 x 175 x 10 cm; photo: Katja Mühl





"Jimgo", 2010, neon, 16 x 65 x 6 cm





"Jungs", 2011, neon, 16 x 65 x 6 cm




                   
"Green Half Moon", "Half Moon Black And White", "Red Half Moon" 2010, pencil, coloured pencil on transparent paper, 65 x 95 cm





"Little Half Moon" 2010, pencil, coloured pencil, watercolours on transparent paper, 50 x 70 cm




         
"Halo", 2010, neon, aluminum, stainless steel, 227 x 100 x 100 cm




         

         
"October Walk Cairo", 2010, two-part neon installation, 35cm x 17m, 70cm x 3,5m; photos: Andreas Paasch
Artistic intervention on the occasion of the 20th anniversary of German Reunification. German Embassy Cairo, Goethe-Institut Cairo.
The two-piece neon installation is a description in abbreviations of the footpath from the Embassy of the Federal Republic of Germany to the building of the
former Embassy of the German Democratic Republic (today's language department of the Goethe Institute, Dokki). This is where the second part of the
installation - which describes the route from the other direction - is located.

Kito Nedo: Geschichte im Stadtgeflecht
Das Verhältnis von Stadt und Text spielt im Werk des Dresdner Bildhauers Daniel Rode eine zentrale Rolle. Mit Installationen im Außenraum greift er einerseits als
Textproduzent in die urbane Grammatik ein, andererseits wirkt die Stadt als Text in seinen Innenraum-Arbeiten weiter. Anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums
der Deutschen Wiedervereinigung hat der seit Sommer 2009 in Kairo lebende Künstler nun eine zweiteilige Neoninstallation verwirklicht, die auf imaginäre Weise
zwei Orte in der ägyptischen Metropole miteinander verbindet: die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland und die ehemalige Botschaft der DDR, dessen
Gebäude heute durch die Sprachabteilung des Goethe-Instituts genutzt wird.

In technizistisch-abstrakt wirkenden Abkürzungen wird an den Außenmauern der jeweiligen Häuser der Weg zwischen den zwei Orten beschrieben, für den
ein Fußgänger etwa eine Stunde benötigen würde. Ein „theoretischer Weg“ sagt Rode, nicht nur deshalb, weil in Kairo das Auto das vorherrschende
Fortbewegungsmittel ist. Es handelt sich um eine doppelte Codierung: Einerseits ist die Formel Ausdruck einer Bewegung von Passanten, „deren Körper dem
mehr oder weniger deutlichen Schriftbild eines städtischen „Textes“ folgen, den sie schreiben, ohne ihn lesen zu können.“ (Michel de Certeau). Dass sie
gleichzeitig eine vom Künstler festgelegte Route zwischen zwei Geschichts-Orten ist, macht den poetischen Reiz dieser Installation aus.

Dabei gelingt es Rode mit Leichtigkeit, den pathetischen Gesten zu entgehen, die gewöhnlich mit historischen Feierlichkeiten verbunden sind.
Seine chiffrierte Wegbeschreibung bezeichnet nur eine von vielen Möglichkeiten innerhalb der großstädtischen Verästelung von Straßen und Gassen: Die Geschichte,
die sich im unüberschaubaren Stadtgeflecht in jedem Moment fortschreibt, ist nicht monolithisch, sondern Ergebnis fortgesetzter Verhandlungen und Konfrontationen.
Nicht zuletzt wird das Archivhafte des Urbanen deutlich. „Die Funktion der Stadt als Speicher von Texten ist so wichtig, dass man sich fragen kann, ob darin nicht ihre
wichtigste Wurzel liegt.“ (Michel Butor). Durch Rodes Arbeit werden Gebäude und Straßen in der Stadt als Orte der Geschichte lesbar.

Carsten Probst: Reduktion der Grenze - Grenze der Reduktion
Wegbeschreibungen und Neonröhren haben etwas gemeinsam: Sie verkürzen Distanzen, jede auf ihre Weise. Sie reduzieren den Raum auf das Wesentliche. Daniel Rode
verbindet sie in seiner Installation zum 3. Oktober 2010 konsequent miteinander und treibt sie gemeinsam weiter zu einer ironischen, poetischen Zuspitzung.

Die Neonschrift an der Mauer verleiht dem nach außen hin abgeschotteten und überwachten Raum der Deutschen Botschaft eine unvermutete Zugänglichkeit: Sie liefert
eine Hilfestellung, beantwortet in ihrer merkwürdig verklausulierten Form eine Frage, auf die man an diesem Ort vielleicht gar nicht gekommen wäre.
Sie stellt eine Verbindung her zu einem anderen Ort. Am Zielpunkt wartet im doppelten Wortsinn eine andere Botschaft: die einstige Botschaft der DDR in Kairo, deren Räume
heute von der Sprachabteilung des Goethe-Instituts genutzt werden. Und an ihr finden sich wiederum die Neonzeichen, die nun zum Ausgangspunkt zurück verweisen.

Auch mancher deutschsprachige Betrachter muss wohl manchmal kurz innehalten, wenn er sich diese Abkürzungen "übersetzen" will. Weiß er, warum er dorthin gehen soll,
wohin er hier geführt wird? Weiß er um die Geschichte im Hintergrund? Und um die Geschichte der Geschichte?

Daniel Rodes Installation allein erklärt noch nichts. Ihre Botschaft bleibt enigmatisch. Ihre Bedeutung liegt im Verweis zwischen den beiden Orten allein. Sichtbar gewordene
Unsichtbarkeit: Es ist dem Betrachter überlassen, sich auf den Weg zu machen.






"Give Me All I Can Get", 2011, fluorescent tubes, aluminum frame, 250cm x 350cm x 50cm, at ASPN Gallery Leipzig




         
"Turn Around It´s Not Good", 2009, fluorescent tubes, aluminum frame, 50cm x 350cm x 250cm, at Motorenhalle Dresden




                   

                           

         

"Alphabet Series":
A - 2010, fluorescent tubes, aluminum frame, 120 x 150 x 20cm; B - 2010, neon, 45 x 26 x 6cm; C - 2010, acrylic, aluminum, neon, 14 x 30 x 35cm;
D - 2011, acrylic, LED, 17 x 10 x 5cm; E - 2011, metal, acrylic, LED, 41 x 24 x 6cm; F - 2012, neon, 50 x 25 x 5cm; G - 2013, neon, aluminum, 30 x 30 x 21cm;
H - 2015, LED ticker, 22 x 38 x 7,5cm; I - 2016, fluorescent lamp, rubber, 62 x 3 x 5,5 cm





"U-Turn",  2008, neon, 18 x 83 x 2cm, at Januar Gallery Bochum





"Froh", 2008, fluorescent tubes, aluminum frame, 93 x 202 x 10cm, at Pilotprojekt Gropiusstadt Berlin




                   
"Iceberg", 2008, refrigerating unit, dimensions variable, at public mine "Reiche Zeche" Freiberg





"Aufgabe", 2008, neon, lamp, embroidered towel, dimensions variable, at Gallery Baer Dresden




         
"Arena", 2007, aluminum, edding, 17 x 28 x 24cm; "Gefährt", aluminum, leather, edding, 41 x 25 x 44cm



"Es", 2010, aluminum, tape, edding, 17 x 15 x 24cm